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​​​​​​​Warum zur J1-Untersuchung?

Du fühlst dich fit, warum solltest du also zum Arzt gehen? Weil sich dein Körper in der Pubertät extrem verändert. Die J1 kann als Fit-Check gesehen werden, aber es können auch persönliche Dinge angesprochen werden, welche dir sogar vor Freunden peinlich sind. Die Kosten werden komplett von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen!¹

Lass dich beraten!
Frag was du willst.

Hast du Fragen wie: Wie werde ich diese verdammten Pickel los? Warum fällt mir momentan alles in der Schule schwer? Warum haben alle schon Brüste außer mir?

Frage einfach deinen Arzt. Er nimmt sich die Zeit alles mit dir zu besprechen, was momentan in dir vorgeht. Fragen zur Sexualität und Verhütung, Drogen, Pickel, Gewichtsprobleme und dein Essverhalten, aber auch über mögliche Schwierigkeiten zu Hause oder im Freundeskreis sind vollkommen ok.

Keine Sorge – alles bleibt vertraulich! Das gesamte Gespräch unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht.*

*Auch Minderjährige haben Anspruch auf ärztliche Schweigepflicht (Einsichts- und Einwilligungsfähigkeit entscheidet). Ausnahme: Es sei denn, es bestünde eine Gefahr für das Leben des Kindes.

Impfungen – dein Schutz für die Zukunft.

Standardimpfungen, Impfungen vor Reisen und bei chronischen Krankheiten.

Lass dich impfen!

Der Arzt checkt, ob Impfungen nachgeholt oder aufgefrischt werden müssen. Nicht immer hält der Schutz einer Impfung ein Leben lang.

  • Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung & Keuchhusten müssen evtl. aufgefrischt werden.2
  • Falls du eine chronische Grunderkrankung wie z. B. Asthma oder eine Immundefizienz hast, solltest du dich z. B. gegen Grippe (vor der nächsten Grippesaison) und Pneumokokken impfen lassen.3
  • Solltest du verreisen: Nutz den Termin, um dich z.B. gegen FSME-Viren (auch im Süden Deutschlands zu finden), Tollwut oder gegen Hepatitis A und B-Viren impfen zu lassen.3
  • Oder steht ein Schüleraustausch an? Dann könnte zusätzlich ein Schutz gegen Meningokokken sinnvoll sein.3
  • Wichtige Impfungen vor dem „ersten Mal“ sind Impfungen vor Hepatitis B und HPV (kann Gebärmutterhalskrebs auslösen).3

2https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.html , abgerufen am 29.03.2017

3Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Diphtherie

Ein Kuss auf den Mund oder ein Getränk mit Freunden geteilt? So teilt man manchmal leider auch Dinge, die man gar nicht teilen möchte. Zum Beispiel Diphtherie-Bakterien. Die sind hochansteckend und lösen eine lebensgefährliche Infektionskrankheit aus. Gefährlich sind dabei gar nicht die Bakterien der Diphtherie selbst, sondern das von ihnen produzierte Gift. Die Bakterien werden von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Dies kann durch Husten, Niesen, Sprechen, Küssen oder die gemeinsame Benutzung von Gläsern passieren. Die Erreger können auch von Personen weitergegeben werden, die nicht selbst an Diphtherie erkranken.4

Impf-Info relevant für dich: Im Alter von neun bis 17 Jahren erfolgt die zweite Auffrischimpfung. Danach sind Auffrischimpfungen alle zehn Jahre empfohlen. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Tetanus, Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis).5 Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.6
 

4http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/diphtherie/infektion/ , abgerufen am 29.03.2017

5http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/diphtherie/impfung/, abgerufen am 29.03.2017

6Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Tetanus

Tetanus-Bakterien gelangen über verunreinigte Wunden oder unscheinbare Kratzer und Stiche in den Körper und können so eine Infektion auslösen.7 Dabei spielt die Größe der Wunde keine Rolle. Abgestorbenes Gewebe und tiefe Wunden begünstigen infolge einer Sauerstoff-Armut das Wachstum der Bakterien. Tetanus-Bakterien gelangen fast ausschließlich über Wunden in den menschlichen Körper und lösen den Wundstarrkrampf durch ihr Gift aus.8 Eine gute Nachricht gibt es doch: eine Ansteckung mit Tetanus von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Impf-Info relevant für dich: Im Alter von neun bis 17 Jahren erfolgt die zweite Auffrischimpfung. Danach sind Auffrischimpfungen alle zehn Jahre empfohlen. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis).9 Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.10
 

7http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/tetanus-wundstarrkrampf/krankheitsbild/ , abgerufen am 29.03.2017

8http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tetanus.html , abgerufen am 29.03.2017

9http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/tetanus-wundstarrkrampf/impfung/ , abgerufen am 29.03.2017

10Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Kinderlähmung (Polio)

Polio, auch Kinderlähmung genannt, wird durch das Poliovirus der Typen 1–3 ausgelöst,11 die sich vorwiegend im Magen-Darm-Trakt des Menschen befinden und sich dort vermehren.12 Der Mensch ist der einzige natürliche Wirt dieser Viren.12

Impf-Info relevant für dich: Die große Mehrzahl der Jugendlichen hat heutzutage als Baby bereits eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis erhalten. Es genügt daher eine Auffrischimpfung im Alter von neun bis 17 Jahren. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden.

Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Keuchhusten (Pertussis). Solltst du noch nie oder nur unvollständig gegen Polio geimpft sein, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Nachholung der Grundimmunisierung.13
 

11http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Poliomyelitis.html , abgerufen am 29.03.2017

12http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/kinderlaehmung-poliomyelitis/uebertragung/ , abgerufen am 29.03.2017

13Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Keuchhusten (Pertussis)

Pertussis, besser bekannt als Keuchhusten, ist eine Infektion der Atemwege, die durch Bakterien (Bordetella pertussis) ausgelöst wird.14 Die Übertragung der Bakterien erfolgt bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen oder Sprechen). Die Keuchhusten-Bakterien sind hochansteckend: Von 100 (nicht geimpften) Angesteckten erkranken 80 bis 90 Betroffene! Selbst Gesunde können das Bakterium nach Kontakt kurzzeitig übertragen.15 Zunehmend sind Jugendliche und Erwachsene betroffen, so dass die Erkrankungsrate in den Industrienationen eine steigende Tendenz aufweist. Nur noch etwa 1% der gemeldeten Erkrankungen treten bei Säuglingen im ersten Lebensjahr auf. Denn mittlerweile sind etwa 95,5% der Schulanfänger (2012) gegen Pertussis geimpft (im Alter zwischen 11 und 14 Monaten ist die Grundimmunisierung in der Regel abgeschlossen). Doch bei den über 19-Jährigen treten nun 75% der Erkrankungsfälle auf.16

Impf-Info relevant für dich: Sowohl im Vorschul- als auch im Jugend- und Erwachsenenalter sollte die Impfung aufgefrischt werden. Bestehen Impflücken bei Jugendlichen, sollten diese geschlossen werden.17 Hier wird in einer Impfstoff-Kombination geimpft. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Polio). Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.18
 

14www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/was-ist-keuchhusten-pertussis/ , abgerufen am 29.03.2017

15https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/uebertragung/ , abgerufen am 29.03.2017

16https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/was-ist-keuchhusten-pertussis/ , abgerufen am 29.03.2017

17www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Pertussis.html#doc2374534bodyText2 , abgerufen am 08.03.2017

18Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340. , abgerufen am 29.03.2017

Grippe (Influenza)

Grippeviren werden beim Niesen, Husten oder Sprechen von Mensch zu Mensch übertragen. Die Grippeviren „wandern“ über die Bronchien, wo sie sich vermehren, in den Körper und lösen so eine Grippeerkrankung aus.19

Impf-Info relevant für dich: Wenn du eine chronische Erkrankung, wie z. B. Asthma hast, ist eine Grippe-Impfung sinnvoll. Für Risikopersonen ist es daher wichtig, sich jedes Jahr gegen Grippe impfen zu lassen.20

19https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/grippe-influenza/uebertragung/ , abgerufen am 29.03.2017

20Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Pneumokokken

Pneumokokken-Bakterien verursachen ganz unterschiedliche Erkrankungen, die bei Jugendlichen und erwachsenen gesunden Menschen in der Regel harmlos verlaufen. Anders bei Säuglingen, Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen: Bei ihnen können Pneumokokken schwere bakterielle Infektionen wie Blutvergiftungen, Hirnhaut- oder Lungenentzündungen hervorrufen.21

Impf-Info relevant für dich: Risikopatienten erhalten eine oder eine sequenzielle Impfung.22 Wenn du eine chronische Erkrankung hast, lass dich von deinem Arzt beraten, ob du gegen Pneumokokken geimpft werden solltest.

21www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/pneumokokken/infektion/#/jfmulticontent_c33116-3 , abgerufen am 29.03.2017

22Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

FSME

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. FSME ist eine Entzündung von Gehirn, Hirnhaut und/oder Rückenmark, die durch Viren verursacht wird. Die FSME-Viren gehören zur Gruppe der Flaviviren, die in anderen Teilen der Welt Erkrankungen wie Dengue- oder Gelbfieber auslösen. In Deutschland kommt der zentraleuropäische Virustyp vor, der vor allem durch Zecken übertragen wird.23

Impf-Info relevant für dich:

Für Reisende: Planst du einen spontanten Urlaub, kann kurzfristig ein Impfschutz gegen FSME aufgebaut werden – hier kann der Arzt beraten. Bei Reisen in Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Zudem zahlen viele Krankenkassen auch die Kosten für die Impfung bei Reisen in (ausländische) FSME-Risikogebiete.

Für Einwohner und Besucher von FSME-Risikogebieten ist eine Impfung gegen FSME empfohlen.24
 

23www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html#doc2381918bodyText3 , abgerufen am 29.03.2017

24Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Tollwut

Tollwut-Viren werden über Bisswunden von Säugetieren (Hunde, Füchse, aber auch Fledermäuse) auf den Menschen übertragen. Das Virus kann jedoch auch über den Speichel beim Lecken von verletzter oder entzündeter Haut in den menschlichen Körper gelangen. Die Tollwut ist in weiten Teilen der Welt verbreitet. Nach Schätzungen der WHO sterben weltweit jährlich rund 55.000 Menschen an Tollwut. Für in Deutschland lebende Menschen bestehen gegenwärtig erhöhte Infektionsrisiken fast ausschließlich bei Reisen in Länder mit endemischen Vorkommen der Tollwut.33

Impf-Info relevant für dich:

Für Reisende in Tollwut-Risikogebiete bietet eine vorbeugende Impfung mit drei Dosen einen provisorischen Schutz. Im Falle eines Tollwutverdächtigen Bisses müssen dann nur noch zwei bis drei Folgedosen verabreicht werden.

28https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tollwut.html , abgerufen am 29.03.2017

Hepatitis A und B

Hepatitis A ist eine infektiöse Gelbsucht, die von Hepatitis-A-Viren verursacht wird. Die Übertragung von Hepatitis-A-Viren erfolgt über Kontakt-und Schmierinfektionen. Fachleute sprechen von einer fäkal-oralen Infektion. Hierbei werden Viren über den Stuhl infizierter Personen ausgeschieden und gelangen aufgrund mangelnder Hygiene in Lebensmittel, Trinkwasser oder auf Gegenstände. So entsteht das Risiko, dass sie den Mund ungeschützter Personen erreichen. Besonders belastet können Muscheln oder Austern sowie mit Fäkalien gedüngtes Gemüse oder Salate sein.27

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch Viren ausgelöst wird. Hepatitis B-Viren finden sich im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Sie werden hauptsächlich auf sexuellem Weg oder durch Kontakte mit Blut oder Sekreten infizierter Personen übertragen.28 Hepatitis B-Viren sind 100-mal infektiöser als HIV (Erreger von AIDS). Daher ist es wichtig, gerade Jugendliche durch eine Impfung vor Hepatitis B zu schützen, da man in diesem Alter noch häufig die Sexualpartner wechselt.29

Impf-Info relevant für dich:

Hepatitis A: Zum Schutz gegen Hepatitis A stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination mit einer Hepatitis B-Impfung verabreicht werden können. Je nach Impfstoff sind für den Aufbau eines langfristigen Impfschutzes zwei oder drei Impfungen erforderlich. Eine Auffrischimpfung sollte frühestens nach zehn Jahren erfolgen.

Hepatits B: Kinder und Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren, die im Babyalter keine Hepatitis B-Impfung erhalten haben, sollten möglichst vor Einsetzen der Pubertät gegen Hepatitis B geimpft werden.29 Für einen langanhaltenden Impfschutz benötigen sie zwei bis drei Impfungen (je nach Alter und Impfstoffkombination). Danach muss die Hepatitis-B-Impfung nicht mehr aufgefrischt werden.30
 

27http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisA.html#doc2374552bodyText5

28www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/hepatitis-b/was-ist-hepatitis-b/ , abgerufen am 29.03.2017

29http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hepatitis-b/impfung/ , abgerufen am 29.03.2017

30Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Meningokokken

Mit Freunden teilen ist toll – Essen, Lippenstift, Drinks oder Küsse! Manchmal teilt man jedoch unbewusst auch Dinge, die man gar nicht teilen möchte. Zum Beispiel Krankheitserreger wie Meningokokken. Das sind Bakterien, die zu Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder Blutvergiftung (Sepsis) führen können.25 So etwas möchte man natürlich in keinem Fall mit seinen Besten teilen.

Impf-Info relevant für dich: Ab dem vollendeten 12. Lebensmonat wird eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C von der STIKO empfohlen. Hast du bisher noch keine entsprechende Impfung erhalten, sollte diese bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.26

25http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/ , abgerufen am 08.03.2017 , abgerufen am 29.03.2017

26Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Hepatitis A und B

Hepatitis A ist eine infektiöse Gelbsucht, die von Hepatitis-A-Viren verursacht wird. Die Übertragung von Hepatitis-A-Viren erfolgt über Kontakt-und Schmierinfektionen. Fachleute sprechen von einer fäkal-oralen Infektion. Hierbei werden Viren über den Stuhl infizierter Personen ausgeschieden und gelangen aufgrund mangelnder Hygiene in Lebensmittel, Trinkwasser oder auf Gegenstände. So entsteht das Risiko, dass sie den Mund ungeschützter Personen erreichen. Besonders belastet können Muscheln oder Austern sowie mit Fäkalien gedüngtes Gemüse oder Salate sein.27

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch Viren ausgelöst wird. Hepatitis B-Viren finden sich im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Sie werden hauptsächlich auf sexuellem Weg oder durch Kontakte mit Blut oder Sekreten infizierter Personen übertragen.28 Hepatitis B-Viren sind 100-mal infektiöser als HIV (Erreger von AIDS). Daher ist es wichtig, gerade Jugendliche durch eine Impfung vor Hepatitis B zu schützen, da man in diesem Alter noch häufig die Sexualpartner wechselt.29

Impf-Info relevant für dich:

Hepatitis A: Zum Schutz gegen Hepatitis A stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination mit einer Hepatitis B-Impfung verabreicht werden können. Je nach Impfstoff sind für den Aufbau eines langfristigen Impfschutzes zwei oder drei Impfungen erforderlich. Eine Auffrischimpfung sollte frühestens nach zehn Jahren erfolgen.

Hepatits B: Kinder und Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren, die im Babyalter keine Hepatitis B-Impfung erhalten haben, sollten möglichst vor Einsetzen der Pubertät gegen Hepatitis B geimpft werden.29 Für einen langanhaltenden Impfschutz benötigen sie zwei bis drei Impfungen (je nach Alter und Impfstoffkombination). Danach muss die Hepatitis-B-Impfung nicht mehr aufgefrischt werden.30
 

27http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisA.html#doc2374552bodyText5

28www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/hepatitis-b/was-ist-hepatitis-b/ , abgerufen am 29.03.2017

29http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hepatitis-b/impfung/ , abgerufen am 29.03.2017

30Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

HPV (Humane Papillomaviren)

Humane Papillomaviren (HPV) gehören zu den sexuell übertragbaren Krankheitserregern und können u. a. Gebärmutterhalskrebs auslösen. Infektionen durch humane Papillomaviren gehören zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Bereits mit dem ersten Sexualkontakt steigt die Wahrscheinlichkeit einer HPV-Infektion deutlich an.31 Das Ansteckungsrisiko wird größer, je höher die Zahl der Sexualpartner ist. Auch eine Infektion durch Petting ist möglich, da die Viren von Haut zu Haut übertragen werden und für eine Ansteckung die Berührung durch Streicheln ausreicht.32

Impf-Info relevant für dich:

Die STIKO (Ständige Impfkomission) empfiehlt die Impfung für alle Mädchen von neun bis 13, bzw. von neun bis 14 Jahren (abhängig vom verwendeten Impfstoff). Hier werden 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten verabreicht. Spätestens bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sollte die Impfserie gegen HPV vollständig abgeschlossen sein.31
 

31Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

32www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hpv-humane-papillomaviren/infektion , abgerufen am 29.03.2017

Lass dich begleiten!
Nimm mit, wen du willst.

Deine Mama, deinen Papa oder einen deiner Freunde. Hauptsache du hast Vertrauen zu dieser Person.

Es ist völlig normal, wenn du aufgeregt bist. Schließlich geht man in deinem Alter nicht ständig zum Arzt.

Du solltest aber auch Vertrauen in die Fähigkeiten deines Arztes haben und brauchst dich für nichts zu schämen.

Check, check!

Diesen Fragebogen können du und deine Eltern vorher ausfüllen.

Alles ganz einfach!
  • Termin beim Arzt deiner Wahl machen
  • Versicherungskarte einpacken
  • Impfpass mitnehmen
  • Einverständnis deiner Eltern (bei einer Impfung bis 16 Jahre)

Quellen

  1. Gemeinsamer Bundesausschuss – Richtlinie zur Jugendgesundheitsuntersuchung https://www.g-ba.de/informationen/richtlinien/14/ , abgerufen am 29.03.2017
  2. https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.html , abgerufen am 29.03.2017
  3. Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340