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Endlich volljährig – was kommt jetzt?

Neue Abenteuer und viele Möglichkeiten warten auf dich. Mit dem Vorsorge-Check beim Profi bist du bestens vorbereitet für alles, was kommt. Du hast die Wahl! Nutze die Gelegenheit und mach dir einen Termin!

Impfschutz – Im Ausland und Zuhause

Bald gehts los: Austausch, Reise oder „Ich bin dann mal weg!“

Hol dir wichtige Infos zu deinem Reiseziel beim Profi und schütz dich für neue Abenteuer.

Lass dich impfen!

Impfschutz

  • Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung & Keuchhusten müssen evtl. aufgefrischt werden.36
  • Willst du verreisen? Nutz den Termin, um dich z.B. gegen FSME-Viren, Tollwut oder gegen Hepatitis A und B-Viren impfen zu lassen.37 Lass dich hier vom Arzt beraten!
  • Ein Schutz gegen Meningokokken ist für viele Reiseländer, aber auch in Deutschland ratsam. Hierzulande treten etwa 25 Prozent aller Meningokokken-Erkrankungen bei Teenagern zwischen 15 und 19 Jahren auf.38
  • Für bestimmte Länder kann der Schutz gegen weitere Krankheiten, wie z. B. Gelbfieber, Typhus, Cholera und Japanische Enzephalitis, empfohlen sein. Informier dich beim Arzt über Impfempfehlungen zu deinem individuellen Reiseziel!39

36https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.html , abgerufen am 29.03.2017

37Ständige Impfkommission (S TIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

38RKI SurvStat: survstat.rki.de/Default.aspx , abgerufen am 30.05.2017.

39http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Reiseimpfung/reiseimpfung_node.html , abgerufen am 29.03.2017

Diphtherie

Ein Kuss auf den Mund oder ein Getränk mit Freunden geteilt? So teilt man manchmal leider auch Dinge, die man gar nicht teilen möchte. Zum Beispiel Diphtherie-Bakterien. Die sind hochansteckend und lösen eine lebensgefährliche Infektionskrankheit aus. Gefährlich sind dabei gar nicht die Bakterien der Diphtherie selbst, sondern das von ihnen produzierte Gift. Die Bakterien werden von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion übertragen. Dies kann durch Husten, Niesen, Sprechen, Küssen oder die gemeinsame Benutzung von Gläsern passieren. Die Erreger können auch von Personen weitergegeben werden, die nicht selbst an Diphtherie erkranken.4

Impf-Info relevant für dich: Im Alter von neun bis 17 Jahren erfolgt die zweite Auffrischimpfung. Danach sind Auffrischimpfungen alle zehn Jahre empfohlen. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Tetanus, Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis).5 Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.6
 

4http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-kinder-0-12-jahre/diphtherie/infektion/ , abgerufen am 29.03.2017

5http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/diphtherie/impfung/, abgerufen am 29.03.2017

6Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Tetanus

Tetanus-Bakterien gelangen über verunreinigte Wunden oder unscheinbare Kratzer und Stiche in den Körper und können so eine Infektion auslösen.7 Dabei spielt die Größe der Wunde keine Rolle. Abgestorbenes Gewebe und tiefe Wunden begünstigen infolge einer Sauerstoff-Armut das Wachstum der Bakterien. Tetanus-Bakterien gelangen fast ausschließlich über Wunden in den menschlichen Körper und lösen den Wundstarrkrampf durch ihr Gift aus.8 Eine gute Nachricht gibt es doch: eine Ansteckung mit Tetanus von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.

Impf-Info relevant für dich: Im Alter von neun bis 17 Jahren erfolgt die zweite Auffrischimpfung. Danach sind Auffrischimpfungen alle zehn Jahre empfohlen. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Kinderlähmung (Polio) und Keuchhusten (Pertussis).9 Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.10
 

7http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/tetanus-wundstarrkrampf/krankheitsbild/ , abgerufen am 29.03.2017

8http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tetanus.html , abgerufen am 29.03.2017

9http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-erwachsene/tetanus-wundstarrkrampf/impfung/ , abgerufen am 29.03.2017

10Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Kinderlähmung (Polio)

Polio, auch Kinderlähmung genannt, wird durch das Poliovirus der Typen 1–3 ausgelöst,11 die sich vorwiegend im Magen-Darm-Trakt des Menschen befinden und sich dort vermehren.12 Der Mensch ist der einzige natürliche Wirt dieser Viren.12

Impf-Info relevant für dich: Die große Mehrzahl der Jugendlichen hat heutzutage als Baby bereits eine Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis erhalten. Es genügt daher eine Auffrischimpfung im Alter von neun bis 17 Jahren. Hier kann in einer Impfstoff-Kombination geimpft werden.

Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Keuchhusten (Pertussis). Solltst du noch nie oder nur unvollständig gegen Polio geimpft sein, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Nachholung der Grundimmunisierung.13
 

11http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Poliomyelitis.html , abgerufen am 29.03.2017

12http://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/kinderlaehmung-poliomyelitis/uebertragung/ , abgerufen am 29.03.2017

13Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Keuchhusten (Pertussis)

Pertussis, besser bekannt als Keuchhusten, ist eine Infektion der Atemwege, die durch Bakterien (Bordetella pertussis) ausgelöst wird.14 Die Übertragung der Bakterien erfolgt bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen oder Sprechen). Die Keuchhusten-Bakterien sind hochansteckend: Von 100 (nicht geimpften) Angesteckten erkranken 80 bis 90 Betroffene! Selbst Gesunde können das Bakterium nach Kontakt kurzzeitig übertragen.15 Zunehmend sind Jugendliche und Erwachsene betroffen, so dass die Erkrankungsrate in den Industrienationen eine steigende Tendenz aufweist. Nur noch etwa 1% der gemeldeten Erkrankungen treten bei Säuglingen im ersten Lebensjahr auf. Denn mittlerweile sind etwa 95,5% der Schulanfänger (2012) gegen Pertussis geimpft (im Alter zwischen 11 und 14 Monaten ist die Grundimmunisierung in der Regel abgeschlossen). Doch bei den über 19-Jährigen treten nun 75% der Erkrankungsfälle auf.16

Impf-Info relevant für dich: Sowohl im Vorschul- als auch im Jugend- und Erwachsenenalter sollte die Impfung aufgefrischt werden. Bestehen Impflücken bei Jugendlichen, sollten diese geschlossen werden.17 Hier wird in einer Impfstoff-Kombination geimpft. Du erhältst dann gleichzeitig noch einen Schutz gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Kinderlähmung (Polio). Polio nur bei unklarem Impfstatus oder fehlender Polio-Impfung; Pertussis nur einmalig bei der nächsten Impfung gegen Tetanus und Diphtherie.18
 

14www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/was-ist-keuchhusten-pertussis/ , abgerufen am 29.03.2017

15https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/uebertragung/ , abgerufen am 29.03.2017

16https://www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/keuchhusten-pertussis/was-ist-keuchhusten-pertussis/ , abgerufen am 29.03.2017

17www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Pertussis.html#doc2374534bodyText2 , abgerufen am 08.03.2017

18Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340. , abgerufen am 29.03.2017

FSME

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis. FSME ist eine Entzündung von Gehirn, Hirnhaut und/oder Rückenmark, die durch Viren verursacht wird. Die FSME-Viren gehören zur Gruppe der Flaviviren, die in anderen Teilen der Welt Erkrankungen wie Dengue- oder Gelbfieber auslösen. In Deutschland kommt der zentraleuropäische Virustyp vor, der vor allem durch Zecken übertragen wird.23

Impf-Info relevant für dich:

Für Reisende: Planst du einen spontanten Urlaub, kann kurzfristig ein Impfschutz gegen FSME aufgebaut werden – hier kann der Arzt beraten. Bei Reisen in Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Zudem zahlen viele Krankenkassen auch die Kosten für die Impfung bei Reisen in (ausländische) FSME-Risikogebiete.

Für Einwohner und Besucher von FSME-Risikogebieten ist eine Impfung gegen FSME empfohlen.24
 

23www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html#doc2381918bodyText3 , abgerufen am 29.03.2017

24Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Tollwut

Tollwut-Viren werden über Bisswunden von Säugetieren (Hunde, Füchse, aber auch Fledermäuse) auf den Menschen übertragen. Das Virus kann jedoch auch über den Speichel beim Lecken von verletzter oder entzündeter Haut in den menschlichen Körper gelangen. Die Tollwut ist in weiten Teilen der Welt verbreitet. Nach Schätzungen der WHO sterben weltweit jährlich rund 55.000 Menschen an Tollwut. Für in Deutschland lebende Menschen bestehen gegenwärtig erhöhte Infektionsrisiken fast ausschließlich bei Reisen in Länder mit endemischen Vorkommen der Tollwut.33

Impf-Info relevant für dich:

Für Reisende in Tollwut-Risikogebiete bietet eine vorbeugende Impfung mit drei Dosen einen provisorischen Schutz. Im Falle eines Tollwutverdächtigen Bisses müssen dann nur noch zwei bis drei Folgedosen verabreicht werden.

28https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tollwut.html , abgerufen am 29.03.2017

Hepatitis A und B

Hepatitis A ist eine infektiöse Gelbsucht, die von Hepatitis-A-Viren verursacht wird. Die Übertragung von Hepatitis-A-Viren erfolgt über Kontakt-und Schmierinfektionen. Fachleute sprechen von einer fäkal-oralen Infektion. Hierbei werden Viren über den Stuhl infizierter Personen ausgeschieden und gelangen aufgrund mangelnder Hygiene in Lebensmittel, Trinkwasser oder auf Gegenstände. So entsteht das Risiko, dass sie den Mund ungeschützter Personen erreichen. Besonders belastet können Muscheln oder Austern sowie mit Fäkalien gedüngtes Gemüse oder Salate sein.27

Hepatitis B ist eine Entzündung der Leber, die durch Viren ausgelöst wird. Hepatitis B-Viren finden sich im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten infizierter Personen. Sie werden hauptsächlich auf sexuellem Weg oder durch Kontakte mit Blut oder Sekreten infizierter Personen übertragen.28 Hepatitis B-Viren sind 100-mal infektiöser als HIV (Erreger von AIDS). Daher ist es wichtig, gerade Jugendliche durch eine Impfung vor Hepatitis B zu schützen, da man in diesem Alter noch häufig die Sexualpartner wechselt.29

Impf-Info relevant für dich:

Hepatitis A: Zum Schutz gegen Hepatitis A stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung, die einzeln oder in Kombination mit einer Hepatitis B-Impfung verabreicht werden können. Je nach Impfstoff sind für den Aufbau eines langfristigen Impfschutzes zwei oder drei Impfungen erforderlich. Eine Auffrischimpfung sollte frühestens nach zehn Jahren erfolgen.

Hepatits B: Kinder und Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren, die im Babyalter keine Hepatitis B-Impfung erhalten haben, sollten möglichst vor Einsetzen der Pubertät gegen Hepatitis B geimpft werden.29 Für einen langanhaltenden Impfschutz benötigen sie zwei bis drei Impfungen (je nach Alter und Impfstoffkombination). Danach muss die Hepatitis-B-Impfung nicht mehr aufgefrischt werden.30
 

27http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_HepatitisA.html#doc2374552bodyText5

28www.kinderaerzte-im-netz.de/krankheiten/hepatitis-b/was-ist-hepatitis-b/ , abgerufen am 29.03.2017

29http://www.impfen-info.de/impfempfehlungen/fuer-jugendliche-12-17-jahre/hepatitis-b/impfung/ , abgerufen am 29.03.2017

30Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Meningokokken

Mit Freunden teilen ist toll – Essen, Lippenstift, Drinks oder Küsse! Manchmal teilt man jedoch unbewusst auch Dinge, die man gar nicht teilen möchte. Zum Beispiel Krankheitserreger wie Meningokokken. Das sind Bakterien, die zu Hirnhautentzündung (Meningitis) und/oder Blutvergiftung (Sepsis) führen können.25 So etwas möchte man natürlich in keinem Fall mit seinen Besten teilen.

Impf-Info relevant für dich: Ab dem vollendeten 12. Lebensmonat wird eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppe C von der STIKO empfohlen. Hast du bisher noch keine entsprechende Impfung erhalten, sollte diese bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden.26

25http://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/meningokokken/ , abgerufen am 08.03.2017 , abgerufen am 29.03.2017

26Ständige Impfkommission (STIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340

Alles ganz einfach!
  • Termin beim Arzt deiner Wahl machen
  • Versicherungskarte einpacken
  • Impfpass und ggf. deinen Reiseplan mitnehmen

Quellen

  1. https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/Aktuelles/Impfkalender.html , abgerufen am 29.03.2017
  2. Ständige Impfkommission (S TIKO): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI. Epid Bull 2016;34:301-340
  3. http://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Reiseimpfung/reiseimpfung_node.html , abgerufen am 29.03.2017